Burnout durch Arbeit

Ein wesentlicher Stressfaktor der heutigen Zeit kann berufliche Belastung sein. Insbesondere Führungskräfte können sich aufgrund widriger Arbeitsumstände schnell in einer Situation der Überforderung befinden, die negativen Stress auslöst. In der Folge kann es zu einem Burnout kommen. Ein solcher Burnout macht sich im beruflichen Kontext wiederum durch Arbeitsunzufriedenheit, eine sinkende Motivation sowie einen Abfall der bisherigen Leistungen bemerkbar.

Wodurch kann negativer Stress in der Arbeit entstehen?

Psychische Belastungen und negativer Stress können aus den Aufgaben und Bedingungen, der Umgebung, der Organisation und den zur Verfügung stehenden Mitteln am Arbeitsplatz ausgelöst werden. Hierzu zählen beispielsweise die Beleuchtungsverhältnisse am Arbeitsplatz, die Pausenregelungen oder das Mitarbeiterklima. All diese Faktoren bestimmen letztlich das Maß der psychischen Beanspruchung, das jedoch von jedem Mitarbeiter unterschiedlich – also subjektiv – empfunden wird.

Individuelle Ressourcen können entscheidend sein

Ein Burnout entwickelt sich nicht von heute auf morgen, sondern stets über einen längeren Zeitraum. Kennzeichnend für ein Burnout ist zudem, dass er über einen längeren Zeitraum unbemerkt bleibt, weil der Betroffene den Zustand der Erschöpfung nicht wahrhaben oder anerkennen möchte. Ein Burnout kann jedoch nicht nur durch eine Überbelastung bei der Arbeit entstehen, sondern auch durch entsprechende Verhaltensweisen und Einstellungen des Betroffenen. Starke Herausforderungen im Beruf führen bei solchen Mitarbeitern meistens nicht zu einem Burnout, die in der Lage sind, ein hohes Stresspotenzial bewältigen zu können und sich in gewisser Weise von den beruflichen Anforderungen abgrenzen können, sodass keine subjektiv empfundene Überbelastung die Folge ist.

Wer es schafft, den beruflichen Stress in der Arbeit zu lassen läuft kaum Gefahr durch die Arbeit an einem Burnout zu erkranken.

Wie lässt sich ein Burnout durch Arbeitsbelastung vermeiden?

Da die Bedingungen für psychische Überlastungssituationen vielfältig und individuell unterschiedlich sind, gibt es auf diese Frage keine pauschale Antwort, die für jede Person universelle Gültigkeit haben kann. Zur Prävention von Burnout zählt jedoch auf jeden Fall der Ansatz, persönliche Stressfaktoren, wie beispielsweise Ängste oder Leistungsdruck, zu reflektieren, um eine mögliche Überlastung durch dauerhaften negativen Stress zu reduzieren. Natürlich ist bei der Prävention von einem Burnout auch die Führungsetage eines Unternehmens gefordert. Hier gilt es Bedingungen für die Arbeitnehmer zu schaffen, die eine Überlastung verhindern und negativen Stress so gut es geht zu minimieren. Beispielsweise sollte das Arbeitspensum für jeden Mitarbeiter derart gestaltet sein, dass er stets das Gefühl hat, den Forderungen des Arbeitgebers gerecht werden zu können.

Wie der Gesetzgeber den Arbeitnehmer vor einem Burnout schützen möchte

Auch der Gesetzgeber hat erkannt, dass eine Gefährdung am Arbeitsplatz durch psychische Belastungen entstehen kann. Entsprechend wurde das Arbeitsschutzgesetz im Jahr 2013 um einen Passus erweitert, in dem vom Arbeitgeber eingefordert wird, eine Gefährdung der physischen und psychischen Gesundheit des Arbeitnehmers möglichst zu vermeiden. Der Arbeitsplatz eines Mitarbeiters ist dementsprechend auch danach zu beurteilen, ob der Arbeitnehmer den ihm gestellten Aufgaben gerecht werden kann, ob bei der Bearbeitung der Aufgaben hoher Zeitdruck herrscht, Schichtarbeit gefordert wird oder die Anzahl sozialer Kontakte bei der Arbeit ausreichend ist.