Burnout durch Schule

Der Druck auf die Schüler nimmt seit einigen Jahren immer weiter zu. Eltern, Unternehmen und Universitäten erwarten überdurchschnittlich gute Abschlüsse von den Schülern. Wer mit mittelmäßigen Noten aus der Schule kommt, hat keine guten Karriereperspektiven. Die Karriere ist allerdings in unserer modernen Welt wichtig und deshalb vermitteln die Lehrkräfte in den Schulen sehr viel Stoff in immer kürzerer ZeitDie Kinder können nicht mehr abschalten und fokussieren sich voll und ganz auf die schulischen Leistungen. Letztlich werden sie depressiv und sind vollkommen erschöpft.

So wird aus dem Schulalltag der gefährliche Burnout

Eigentlich soll die Schule eine möglichst gute Grundbildung vermitteln. Die Kinder sollen auf weiterführende Bildungseinrichtungen oder den Job vorbereitet werden. Natürlich erwarten Lehrer und Eltern in der Regel gute Noten. Das ist grundsätzlich normal und auch in Ordnung. In manchen Fällen passiert es allerdings, dass die Schüler auf der einen Seite von den Eltern und Lehrern zu sehr unter Druck gesetzt werden und auf der anderen Seite selbst einen zu hohen Anspruch an sich selbst haben. In solchen Fällen kommen junge Menschen aus der Schule nach Hause und setzen sich direkt nach dem Mittagessen bis spät Abends an den Schulstoff. Am Anfang ist diese Vorgehensweise harmlos.

Wenn die Kinder allerdings über Wochen oder Monate nur die Schule in den Fokus rücken und private Verabredungen absagen oder sich keine Pausen gönnen, beginnt eine gefährliche Abwärtsspirale. Verstärkt wird diese Spirale durch die hohe Erwartungshaltung. Eltern, Kinder und Lehrer sind häufig nur noch mit super Noten zufrieden. Ein Ausrutscher oder eine nicht ganz so gute Note wird als Niederlage aufgefasst. Die Folge daraus ist, dass die Kinder noch mehr lernen und die Schule einen noch größeren Stellenwert einnimmt. Im Leben der Schüler existiert dann nur noch die Schule. Sie versuchen, stets Höchstleistungen zu erbringen und vernachlässigen das Privatleben. Das Problem besteht häufig darin, dass den Schülern vermittelt wird, dass sie ohne einen sehr guten Schulabschluss kaum Chancen haben, einen Studienplatz oder einen guten Ausbildungsberuf zu bekommen.

Trotz Erwartungshaltung der Eltern, muss immer ein gesundes Maß an Schule und Freizeit gefunden werden.

Welche Symptome können bei Schülern auftreten?

Für Eltern ist es häufig schwer, Burnout bei ihren Kindern zu erkennen. Das liegt oft daran, da sich die Kinder zurückziehen und nicht über ihre Probleme reden. Meistens verläuft ein Burnout sehr schleichend und wird von Betroffenen oder dem Umfeld nicht erkannt. Typische Symptome sind, dass sich Schüler sehr stark zurückziehen und erschöpft sind. Sie können in der Regel schlecht schlafen und essen weniger. Schüler, bei denen sich ein Burnout abzeichnet, sind häufig sehr müde. Eine Konsequenz dieser Müdigkeit ist, dass sie sich nicht mehr konzentrieren können und die Leistungen in der Schule abfallen.

Allerdings können bei jedem Kind unterschiedliche Symptome auftreten. Eltern sollten daher ihre Kinder genau beobachten und bei den ersten Anzeichen oder Auffälligkeiten unbedingt das Gespräch mit ihrem Kind oder sogar einem Arzt suchen. Es ist wichtig, Burnout möglichst schnell zu erkennen und zu handeln. Ärzte können beginnende Depressionen oder einen bestehenden Burnout relativ schnell diagnostizieren und eine Therapie in die Wege leiten. Wichtig ist aber letztlich vor allem, dass sich die Eltern und auch die Lehrer darüber klar werden, dass die Erwartungshaltung an die Kinder reduziert werden muss.