Ursachen von Depression

Depressionen sind eine Krankheit, die zu den verbreitetsten Krankheiten in Deutschland gehört – und wird dennoch oft unterschätzt. Etwa 5 % der 18- bis 65-Jährigen in Deutschland werden und müssten wegen Depressionen behandelt werden. Grundsätzlich zeichnen sich Depressionen durch ein andauerndes Gefühl von Freud- und Antriebslosigkeit aus. Betroffene fühlen sich leer und kraftlos und es fällt ihnen nicht selten auch schwer, normalen Tätigkeiten wie einer geregelten Arbeit nachzugehen.

Doch die Symptome können ebenso vielfältig sein wie die Ursachen einer Depression, die individuell vom einzelnen Menschen sind. Grundsätzlich können aber verschiedene Auslöser unterschieden werden, die am häufigsten vorkommen.

Lebensumstände, die zu Depressionen führen können

Eine der häufigsten Auslöser für eine anhaltende depressive Verstimmung können die Lebensumstände sein. Unter diesen Begriff fallen natürlich zahlreiche individuelle Fälle und Ursachen, durch die sich die Depression häufig erst über einen längeren Zeitraum entwickelt. Ein typisches Beispiel hierfür ist fehlende Anerkennung oder gar Verachtung im privaten Lebensbereich oder im beruflichen Alltag: Wer sich im Job durch Anfeindungen der Kollegen oder des Vorgesetzten unter Druck gesetzt fühlt, kann auf Dauer depressiv werden.

Auch chronische Überlastungen im Beruf und privater Stress sind Auslöser. Konträr dazu können auch plötzliche Veränderungen und der plötzliche Verlust essenzieller Bestandteile des Lebens zu einer Depression führen: Bei Verlust der Wohnung oder des Arbeitsplatzes fallen viele Betroffene in eine Depression und ziehen sich vor Freunden und Bekannten zurück, da damit auch oft ein Gefühl der Scham einhergeht. Mehr dazu finden Sie unter: Burnout durch Arbeit.

Körperliche und biologische Auslöser

Neben persönlichen Ereignissen und Unstimmigkeiten im Leben lösen vor allem Botenstoffe im Gehirn Depressionen aus. Als biologischer Auslöser können die Nebenwirkungen von Medikamenten zu einem Ungleichgewicht der Botenstoffe im menschlichen Gehirn führen, was ein häufiger Auslöser für depressive Erkrankungen ist. Hier spielen auch genetische Faktoren eine Rolle: Wenn die Mutter oder der Vater bereits an Depressionen leiden, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass auch die Kinder depressiv werden. Auch andere Krankheiten können eine Depression auslösen – hier ist der intensive Austausch mit dem behandelnden Arzt wichtig, um der weiteren Entwicklung der Depression entgegenzuwirken.

Leiden bereits Mutter oder Vater an Depression, so ist die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung bei den Kindern erhöht.

Traumatische Erlebnisse als Ursache

Traumatische Erlebnisse werden oft nicht oder nicht richtig verarbeitet und manifestieren sich in Form von Depressionen. Der Tod eines nahestehenden Menschen ist hier ein verbreitetes Beispiel: Der Verlust eines Freundes oder Verwandten kann zu schweren Depressionen führen, da dies in der Regel eine große emotionale Belastung darstellt. Ebenso ist ein Trauma, das in der Kindheit erlebt wird, oft für die Entstehung einer Depression im Jugend- und Erwachsenenalter verantwortlich.

Solche belastenden Erfahrung im Leben – besonders in jungen Jahren – führen bei den Betroffenen oft zu Hilflosigkeit und Ohnmacht und sollten mit therapeutischer Hilfe verarbeitet werden. Einschneidende Ereignisse können andernfalls noch Jahre später seelisch belastend sein und Depressionen auslösen.

Grundsätzlich sind die Ursachen für Depressionen nicht pauschal nennbar, da die Leidensgeschichte jedes Betroffenen individuelle Auslöser beinhaltet. Menschen, die sich über einen längeren Zeitraum depressiv fühlen, sollten daher unbedingt therapeutische Beratung in Anspruch nehmen, um in Gesprächen und eventuell mit Medikamenten das Problemen in den Griff zu bekommen.